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Auch in Kroatien halten Proteste an

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Auch in Kroatien halten Proteste an

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In der Hauptstadt Zagreb sind wie schon in den vorangegangenen Tagen mehrere tausend unzufriedene Bürger auf die Straße gegangen – vor allem junge Leute, die sich über das Internet zusammengetrommelt hatten. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsidentin Jadranka Kosor und ihrem Kabinett.

Die Demonstranten werfen der Regierung Korruption und eine verfehlte Wirtschaftspolitik vor. Kroatiens Bruttoinlandsprodukt ist geschrumpft, die Arbeitslosigkeit lag im Januar bei fast zwanzig Prozent. Vor einer Woche hatten mehrere tausend Kroaten, insbesondere Veteranen des Bürgerkriegs der neunziger Jahre gegen ihren sozialen Abstieg demonstriert. Am Mittwoch gab es ebenfalls Proteste.

Wegen Korruptionsvorwürfen sitzt Kosors Vorgänger Ivo Sanader derzeit in Österreich in Haft.