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Proteste in Algier verhindert

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Proteste in Algier verhindert

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In der algerischen Haupstadt Agier haben Anhänger von Präsident Abdelaziz Bouteflika einen Protestmarsch der Opposition verhindert. Die Oppositionsbewegung “Nationale Koordination für den Wandel und die Demokratie” (CNCD) hatte zu drei Märschen aufgerufen, die aber durch große Polizeipräsenz und eine Gegenkundgebung verhindert wurden. Die Sicherheitskräfte errichteten Straßensperren, um die Märsche zu verhindern. Der mit dem Auto gekommene Oppositionsführer Said Saidi wurde nach eigenen Angaben mit einem Messer leicht verletzt. Er rief seinen Anhängern zu, die Märsche würden fortgesetzt. Rund 50 Regierungs-Anhängern gelang es, den zentralen Platz El Madania zu besetzen. Sie riefen “Bouteflika ist nicht Mubarak”. Nach Angaben der Opposition wurden auch in mehreren anderen Städten des Landes Proteste verhindert, mehrere Menschen sollen festgenommen worden sein. euronews-Reporter Farouk Atig sagt, der Protest sei nicht tot in Algerien. Die Opposition sei sich aber darüber einig, dass er Zeit brauche. Die Strategie, mit der beeindruckenden Polizeipräsenz in den vergangenen Wochen Proteste ersticken zu wollen, habe nur teilweise funktioniert. Allerdings sei neu, dass viele Stadtverwaltungen im Land ihrerseits gegen die Straße vorgegangen seien.