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Proteste gegen ISAF-Angriffe auf Zivilisten in Kabul

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Proteste gegen ISAF-Angriffe auf Zivilisten in Kabul

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In der aghanischen Hauptstadt Kabul haben Hunderte Männer, Frauen und Kinder ein Ende von Angriffen der Internationalen Schutztruppe ISAF auf Zivilisten gefordert. Sie riefen “Tod Amerika, den Taliban und der afghanischen Regierung”. Auf Plakaten zeigten sie Fotos getöteter Zivilisten. Bei einem Angriff der NATO-geführten Schutztruppe waren am Dienstag erneut neun Kinder getötet worden. In Kunar waren erst im vergangenen Monat bei ISAF-Beschuss nach Angaben einer afghanischen Regierungskommission 65 Zivilisten getötet worden, darunter 40 Jungen und Mädchen.

Für den Angriff mit Kampfhubschraubern vom vergangenen Dienstag hatte die ISAF sich entschuldigt und eine Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Es hätte niemals dazu kommen dürfen, hiess es. Afghanistans Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff als “rücksichtslos”. Zivile Opfer bei Operationen ausländischer Truppen führen bei der afghanischen Regierung und der Bevölkerung immer wieder zu massivem Unmut. Für die meisten zivilen Opfer in Afghanistan sind allerdings die Aufständischen verantwortlich.