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Helfende Hände in Ras Ajdir

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Helfende Hände in Ras Ajdir

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Seit Tagen packen immer mehr Frewillige mit an im Camp für die Flüchtlinge, die sich über die libysch-tunesische Grenze in Sicherheit bringen. Unter ihnen ist auch eine Gruppe Medizinstudenten aus der hunderte Kilometer entfernten Stadt Soussa. Inzwischen kommen nicht nur Gastarbeiter, sondern auch immer Libyer nach Ras Ajdir.

“Wir versuchen einfach, ihnen ein bißchen moralische Unterstützung zu geben oder einfach auch nur zu Essen, Decken, Windeln für die Kinder usw”, sagt die Helferin Mariem Manai.

Inzwischen kamen so viel Hilfsgüter hier an, dass sie eingelagert werden. Die Helfer möchten zunächst keine weitere Hilfe mehr erhalten. Der Afrikanische Club, einer der größten Fussballclub Tunesiens, hat eine Hilfs-Karawane organisiert: “Der Afrikanische Klub hat die Initiative ergriffen, um unter den Ersten zu sein, die den Flüchtlingen Hilfe bringen. Und es sind zwei weitere Karawanen unterwegs”, sagt ein Verantwortlicher.

Nun müssen die Flüchtlinge, die können, schnell nach Hause kommen, erklärt unser Korrespondent Jamel Ezzedini: “Immer mehr Anstrengungen werden gemacht hier in Ras Ajdir, um die bestmöglichen Bedingungen für die Aufnahme der Flüchtlinge zu bieten. Doch die tunesischen und internationalen Hilfsorganisationen rufen die UNO und die EU dazu auf, einen Plan auszuarbeiten, wie die Flüchtlinge in ihre Heimatländer gebracht werden können. Es gibt hier keine humanitäre Krise mehr, wohl aber eine Kapazitätskrise, denn jeden Tag kommen neue Flüchtlinge an.”