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Lage im Flüchtlingslager Choucha stabil

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Lage im Flüchtlingslager Choucha stabil

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Das Flüchtlingslager Choucha in Tunesien, gut sechs Kilometer von der libyschen Grenze entfernt gelegen. Mehr als 16.000 Menschen harren hier derzeit aus und warten darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Und täglich werden es mehr. Der Alltag ist nicht einfach hier, für alles müssen die Menschen Schlange stehen. “Die Lebensbedingungen im Lager werden seit dem ersten Tag stets besser”, sagt Ayman Ghraraibeh von den Vereinten Nationen, “wir versuchen, so weiterzumachen, vor allem was die Wasserversorgung und die sanitären Einrichtungen angeht. Wir versuchen, Warenlager einzurichten, die Lageraufteilung zu verbessern und den Müll einzusammeln.” Im Lager arbeiten auch islamische Hilfsorganisationen. Die tunesische Armee und der tunesische Rote Halbmond sorgen für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge. “Ich kann bestätigen, dass niemand ernsthaft erkrankt ist, keine Epidemien wie Cholera ausgebrochen sind. Der Hygienezustand im Lager ist unter Kontrolle”, sagt Armeearzt Fethi Bayoudh. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen baut weitere Zelte auf, denn nach wie vor ist unklar, wann der Flüchtlingsstrom abreissen wird. euronews-Reporter Jamel Ezzedini erklärt, dass alle Hilfsorganisationen einvernehmlich bestätigen, dass die Situation im Lager Choucha unter Kontrolle ist. Es gebe lediglich leichte Schwierigkeiten mit den sanitären Einrichtungen. Das sei so Dank des Einsatzes aller Helfer und der Solidarität der Tunesier. Probleme bereite es hingegen, dass ein Teil der Menschen in den kommenden Tagen wohl nicht nach Hause zurückkehren könne – und täglich kämen im Lager neue Flüchtlinge an.