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Libyens Rebellen halten Misurata, verlieren an der Ostfront

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Libyens Rebellen halten Misurata, verlieren an der Ostfront

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Mit der bislang schwersten Offensive haben Gaddafi-Truppen am Sonntag versucht, die Stadt Misurata im Westen Libyens zurückzuerobern. Gelungen ist ihnen der Angriff nicht. Die Rebellen nahmen nach eigenen Angaben 20 Soldaten gefangen. Mindestens 18 Menschen wurden bei den Kämpfen getötet.

Heftige Gefechte auch an der Ostfront zwischen dem Ölhafen Ras Lanuf und Bin Dschawwad auf der Straße in Gaddafis Geburtsstadt Surt. Dabei konnten Gaddafis Truppen offenbar Bin Dschawwad wieder in ihre Gewalt bringen.

Laut UN-Angaben hat Libyens Außenminister zugesagt, ein UN-Team zur Erkundung der humanitären Lage ins Land zu lassen.

Binnen Stunden wechselte am Sonntag die Front bei Al-Sawija im Westen Libyens hin und her. Die Stadt wird aber weiter von den Rebellen gehalten, ebenso wie Misurata und der Osten von Ras Lanuf bis Bengasi.

Das Gaddafi-Regime kämpft weiterhin auch einen Krieg der Bilder: Hannibal, ein Sohn des Machthabers, zeigte sich an der tunesischen Grenze Reportern.

Und in der Hauptstadt Tripolis feierten Tausende den von den Staatsmedien verbreiteten Sieg über umkämpfte Rebellenhochburgen. Die Regierungstruppen seien auf dem Vormarsch auf Bengasi, so das Staatsfernsehen.

Wegen der anhaltenden Kämpfe in dem OPEC-Land und der deswegen steigenden Rohölpreise erwägen die USA inzwischen, ihre strategischen Ölreserven anzuzapfen.