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Aufständische stellen Gaddafi Ultimatum

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Aufständische stellen Gaddafi Ultimatum

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Die Aufständischen haben Libyens Machthaber Gaddafi ein Ultimatum von drei Tagen gestellt, um die Luftangriffe einzustellen und zurückzutreten. Dann würden sie ihn nicht strafrechtlich verfolgen, erklärte der Chef der Interimsverwaltung, des Libischen Nationalrates. Gaddafi soll Gerüchten zufolge Ähnliches angeboten haben. Das Regime dementierte aber Berichte über Verhandlungsangebote.

Ein Mitglied des Nationalrates erklärte euronews am Telefon: “Unser Rat hat Gaddafi 72 Stunden eingeräumt, um abzutreten – ansonsten ist die Tür für Verhandlungen endgültig geschlossen. Gaddafi muss zurücktreten, und dann verhandeln wir. Wir können über seine Lage reden, über seine Sicherheit und die seiner Familie und auch darüber, ob er in Libyen bleiben sollte oder nicht.”

Verhandlungen im Vorfeld lehnten die Aufständischen ab.

In den USA werden derweil die Stimmen lauter, die Waffenlieferungen an die Rebellen fordern. Das Weiße Haus schloss dies nicht aus. Frankreich und Großbritannien wollen ihrerseits in dieser Woche im Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf für die Errichtung einer Flugverbotszone in Libyen einbringen. Die Europäische Union verschärfte ihre Sanktionen: Das Vermögen von fünf libyschen Finanzunternehmen soll eingefroren werden. Die bisherigen Sanktionen umfassen Einreiseverbote und ebenfalls Kontensperren für Gaddafi selbst und etliche andere aus seinem Führungszirkel.