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Flüchtlingsdrama an Libyens Ostgrenze

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Flüchtlingsdrama an Libyens Ostgrenze

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Weiter flüchten tausende Menschen aus Libyen. Doch während die Betreuung tausender Ägypter an der Westgrenze zu Tunesien als vorbildhaft gelobt wird, ist die der anderen Flüchtlinge an der Ostgrenze zu Ägypten katastrophal. Dabei befinden sich beide Nachbarländer, Ägypten wie Tunesien, nach dem Sturz der jeweiligen Despoten im politischen Vakuum.

Im ägyptischen Sallum etwa mangelt es am Nötigsten, erklärt ein Gastarbeiter aus Ghana: “Wie sollen wir hier überleben? Es gibt nichts zu Essen, kein Wasser zu trinken! Wie sollen wir überleben?”

“Wir schlafen unter freiem Himmel, Tag und Nacht, auf der Straße”, sagt dieser Flüchtling aus Bangladesch, einer von mehreren Tausend. Viele der Migranten haben illegal in Libyen gelebt. Ohne Papiere kommen sie nicht über die Grenze. Und auch wenn ihre Pässe in Ordnung sind, haben sie oft kein Geld, um die Reise nach Hause bezahlen zu können. Ein Mann ist bereits an den Strapazen gestorben.

Inzwischen haben das UN-Flüchtlingshilfswerk und andere Organisationen Hilfsgüter eingeflogen. Doch entspannen kann sich die Lage erst, wenn Heimflüge organisiert sind. Und das kann noch dauern.