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Frauen für Verfassungsänderung in Ägypten

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Frauen für Verfassungsänderung in Ägypten

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Ägyptens Frauen waren dabei, als das Mubarak-Regime gestürzt wurde. Sie haben nicht nur den Männern das Essen gebracht und Verletzte versorgt – sie haben mitdemonstriert, Mut bewiesen als wahre Kampfgefährtinnen der Männer.

Ägyptens Frauen sind stolz auf das dabei Erreichte.

Es hat ihr Selbstbewußtsein gestärkt.

Eine junge Frau sagt: “Männer und Frauen sind gleich. Im Islam, im Christentumin allen Religionen haben wir die gleichen Rechte. Jetzt müssen wir sprechen und die Welt muss uns zuhören.”

Die Frauen haben die gleiche Unterdrückung erdulden müssen wie die Männer – und zusätzlich noch speziell Frauen diskriminierende Gesetze

In flüssigem Englisch erklärt eine andere Frau den ausländischen reportern: “Ich bin sehr froh über den Protest. Ich fühle, zuerst sind wir alle Ägypter – nicht Molems oder Christen, nicht Männer oder Frauen. Wir sind zuerst Ägypter.”

Aber in der Kommission, die die neue Verfassung ausarbeitet, sitzt keine Frau. So haben die Frauen dazu aufgerufen, mit der Verfassungsänderung dort anzufangen, wo die Diskriminierung festgeschrieben wurde. Im Artikel 75 zum Thema Präsidentenwahl heisst es: “die Eltern des Präsident von Ägypten waren beide Ägypter und er ist nicht mit einer ausländischen Frau verheiratet.”

Eine Koalition aus rund 60 Organisationen schlägt vor, statt dessen zu formulieren:

“……hat keinen ausländischen Ehepartner”

Am 19. März können die Ägypter darüber abstimmen. Ägypten hat kluge und mutige Frauen, das konnte die Welt sehen. Jetzt zeigen die Ägypterinnen, dass sie auch in der Lage sind, ihren eigenen kreativen Beitrag zu leisten für eine demokratischen Entwicklung ihres Landes.

> Vorsitzende des ägyptischen Zentrums für Frauenrechte: Zusammenhang zwischen Demokratie und Frauenrechten-