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Handgemenge im Flüchtlingslager an der libyschen Grenze

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Handgemenge im Flüchtlingslager an der libyschen Grenze

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Das tagelange Warten und die Erschöpfung lassen die Nerven blank liegen: Im Flüchtlingslager am tunesisch-libyschen Grenzübergang Ras Ajdir kam es an diesem Dienstag zu Handgemengen zwischen Bangladeschern und Nigerianern.

Die Menschen, die seit Tagen auf ihre Ausreise in die Heimat hoffen, sind verzweifelt und frustiert.

Die meisten der in Tunesien Wartenden sind nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats Männer aus Bangladesch, und die Zahl der Flüge nach Bangladesch reiche bei weitem nicht aus, beklagte ein Sprecher.

Etwa 13.000 Bangladescher waren der Internationalen Migrationsorganisation zufolge an diesem Dienstag noch in Tunesien, rund 3.700 seien an der ägyptischen Grenze gestrandet. Insgesamt seien in den vergangenen zwei Wochen inzwischen mehr als 200.000 Menschen, hauptsächlich Gastarbeiter, aus Libyen nach Tunesien, Ägypten und Niger geflohen.