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Kosovo und Serbien verhandeln wieder miteinander

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Kosovo und Serbien verhandeln wieder miteinander

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Drei Jahre nach der einseitig erklärten Unabhängigkeit des Kosovo verhandeln die Regierungen in Belgrad und Pristina wieder miteinander. Auf Vermittlung der EU treffen sie sich in Brüssel. Die Liste der zu lösenden Probleme ist lang: Flugverkehr, Telefonverbindungen, die Anerkennung von Abschlüssen oder die Sicherung der gemeinsamen Grenze:

“Es gibt keine Zeitvorgaben”, sagt der serbische Außen-Staatssekretär und Unterhändler Borko Stefanovic. “Bis zum Jahresende werden wir versuchen, einige Hauptprobleme zu lösen, wir sind optimistisch, aber Wunder sollte man nicht erwarten.”

In Pristina sind die Verhandlungen umstritten, denn für Serbien ist das Kosovo weiter Teil seines Staatsgebietes. Der Oppositionspolitiker Albin Kurti sagt: “Der Wille des Volkes ist nicht verhandelbar. Durch Parallelstrukturen hat Serbien eine kriminelle Präsenz im Kosovo, noch immer gibt es dort anti-albanische Pläne.”

Dieser Tage jährt sich der Ausbruch der Unruhen im auseinanderbrechenden Jugoslawien zum 20. Mal. Mit Luftangriffen beendete die NATO später das ethnische Töten im Kosovo. Dessen Unabhängigkeit wurde bislang von 75 Staaten anerkannt.