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"Libyens Rebellen wollen Hilfe, auch militärische"

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"Libyens Rebellen wollen Hilfe, auch militärische"

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Die Interimsverwaltung der Gaddafi-Gegner in Libyen hat sich zu Wort gemeldet. Auf einer Pressekonferenz in Bengasi bat sie erneut um internationale Hilfe. Zuvor hatten Vertreter Verhandlungen mit der Gaddafi Seite abgelehnt und abgestritten.

Francesca Cicardi, Freie Journalistin:

“Die libysche revolutionäre Regierung hat um internationale Hilfe gebeten, jede Hilfe sei willkommen, auch militärische.

Die Rebellen bestätigten internationale Kontakte, gingen aber bei den Ländern nicht ins Detail.

Jedenfalls hoffen sie, dass ihre diplomatischen Repräsentanten in der EU mit den Regierungen sprechen können, um sich deren Zustimmung zu sichern.

Die Rebellen fordern weiter eine Flugverbotszone über Libyen und dankten den Golfstaaten für die Unterstützung dieser Option.

Bisher ist es jedoch noch ungewiss, wie eine solche Flugverbotszone überhaupt funktionieren könnte. Die Rebellen lehnen eine Präsenz ausländischer Truppen in Libyen ab.”

Die Aufständischen hatten Staatschef Muammar al-Gaddafi ein Ultimatum von 72 Stunden gestellt, um Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu stoppen und ins Exil zu gehen. “Wenn er die Bombardierungen einstellt und das Land innerhalb von 72 Stunden verlässt, werden wir als Libyer davon Abstand nehmen, ihn strafrechtlich zu verfolgen”, sagte der Chef der Interimsverwaltung der Gaddafi-Gegner, Mustafa Abdul Dschalil.

Im Streit um blutige Militäroperationen des Regimes kündigten zwei einflussreiche Weggefährten Gaddafi die Gefolgschaft:

In Tripolis stellte Gaddafi seinen Verteidigungsminister Abu Bakr Junis und den Alt-Revolutionär und langjährigen Geheimdienstchef Mustafa al-Charubi unter Hausarrest. Sie hätten die jüngsten Offensiven abgelehnt, verlautete aus Regierungskreisen.