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Häuserkämpfe in Al-Sawijah, Ultimatum an Gaddafi

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Häuserkämpfe in Al-Sawijah, Ultimatum an Gaddafi

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Die libysche Armee hat am Dienstag ihre Angriffe auf die Gaddafi-Gegner fortgesetzt. Kampfjets bombardierten Stellungen um den strategisch wichtigen Ölhafen Ras Lanuf.

Doch der Kampfeswille der Opposition scheint ungebrochen. Auch wenn sie die Stadt Bin Dschawad in der Nacht zuvor hat aufgeben müssen.

Zwei enge Weggefährten kündigten Muammar al-Gaddafi die Gefolgschaft. Die Rebellen stellten ihm ein Ultimatum: Wenn der Machthaber die Angriffe einstellt und ins Exil geht, wollen sie ihn nicht strafrechtlich verfolgen.

Laut Medienberichten geht den Rebellen allmählich das Benzin aus, die Vorräte reichten nur noch für eine Woche.

Gegen die Luftangriffe auf die östliche Front zwischen Ras Lanuf und Bin Dschawad können die Rebellen kaum etwas ausrichten. In Al-Sawijah im Westen liefern sie sich Häuserkämpfe mit der Armee.

In Al-Sawijah und der anderen eingeschlossenen Stadt Misurata gibt es kaum westliche Journalisten und Fernsehkameras.

Al-Sawijah ist die Rebellenstadt, die am nächsten an Tripolis liegt. Bereits an Wochenende war sie heftig umkämpft. Nun drangen bis zu 50 Panzer in die Stadt ein. Augenzeugen berichten von Kämpfen um Häuser und Moscheen.

Noch beherrschen die Aufständischen das Zentrum, doch die Stadt ist abgeriegelt. In den Krankenhäusern gehen Medikamente und Betäubungsmittel zur Neige.