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Moderner Sklavenhandel blüht

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Moderner Sklavenhandel blüht

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Die Vereinten Nationen wollen stärker gegen den Menschenhandel vorgehen. Hunderttausende Frauen und Kinder werden weltweit als Sexsklaven verkauft. Andere werden zur Arbeit gezwungen oder für den illegalen Organhandel missbraucht.

Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hat einen Fonds eingerichtet. Mit dem Geld sollen die Opfer Rechtsberatung und finanzielle Unterstützung erhalten.

Rob Wainwright, der Direktor von Europol, erklärt:

“Wir gehen davon aus, dass derzeit eine Viertelmillion Menschen dem Menschenhandel in Europa zu Opfer fallen. Bei diesem Handel werden an die fünf Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein schwerwiegendes Problem und wir arbeiten mit den Polizeibehörden in ganz Europa zusammen.”

Weltweit beträgt die Zahl der Opfer Schätzungen zufolge 2,4 Millionen. Es ist ein lukratives, globales Geschäft. Die Händler verdienen pro Jahr bis zu 23 Milliarden Euro.

Der Fonds umfasst bislang nur 700.000 Euro, doch die Gründer hoffen, dass Regierungen, Firmen und Privatleute spenden werden.

Die amerikanische Schauspielerin und UN-Botschafterin Mira Sorvino engagiert sich schon seit langem für die Opfer von Menschenhandel:

“Ich habe Menschen getroffen, die wie Waren verkauft wurden. Sie sagten mir, dass die Händler und auch andere sie behandeln, als wären sie weniger wert als Kakerlaken. Diese Leute denken, dass es normal ist und dass die Opfer für dieses Schicksal bestimmt sind. Dabei haben diese ein Recht auf ein normales Leben. Es gibt eine unsichtbare, vergessene Bevölkerung, die die gleichen Rechte verdient wie wir.”