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Vier Tote bei Frauentagsdemo in Abidjan

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Vier Tote bei Frauentagsdemo in Abidjan

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In der Elfenbeinküste hat der Weltfrauentag einer Frau und drei Männern das Leben gekostet, als in der Metropole Abidjan die politischen Spannungen Herr wurden über diejenigen zwischen den Geschlechtern.

Mehrere tausend Frauen hatten zunächst friedlich demonstriert. Dann lieferten sich bewaffnete Jugendliche Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, es fielen Schüsse. Ein Polizeiauto ging in Flammen auf. Über den Ausbruch der Gewalt gibt es widersprüchliche Berichte.

Die Frauen hatten für Alassane Ouattarra demonstriert, der die Präsidentenwahl gewonnen hatte. Und der doch nicht ins Amt kommt, weil der Verlierer sich weigert, abzutreten.

“Was ich Laurent Gbagbo und Ouattarra sagen will, ist, dass wir dafür nicht abgestimmt haben”, sagt eine Geschäftsfrau. “Wir hätten nicht wählen gehen sollen, wenn wir hinterher diese Komplikationen haben! Auf dem Markt sind die Geschäfte geschlossen. So kann es nicht weitergehen!”

Seit der Wahl im November bekämpfen sich Anhänger beider Lager. Die Gewalt droht, einen neuen Bürgerkrieg auszulösen. Mehrere hundert Menschen wurden bereits getötet. Die UNO schätzt, dass fast eine halbe Milliarde Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht sind.