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Weitere Proteste der Kopten in Kairo

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Weitere Proteste der Kopten in Kairo

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Nach den tödlichen Ausschreitungen in der vergangenen Nacht sind Kairos Christen erneut auf die Straße gezogen. In der Nacht zum Mittwoch hatte es bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems in Kairo mindestens 13 Tote gegeben, so die offizielle Bilanz. Während des Umsturzes waren die üblichen religiösen Konflikte in Ägypten verstummt.

Und auch einer der Demonstranten bekräftigt: “Wir wollen keine Konflikte. Unsere Forderungen sind die aller Ägypter, mit denen wir an der Revolution teilgenommen haben. Wir fordern nationale Einheit, und wir wollen zusammen bleiben. Die Pflicht jedes Christen und jedes Moslems ist, zur nationalen Einheit in Ägypten beizutragen.”

Doch in jüngster Zeit kocht der Konflikt zwischen der christlich-koptischen Minderheit und den Moslems wieder hoch, letzter Anstoß war die Zerstörung einer Kirche am vergangenen Freitag. Die Kopten fühlen sich weiterhin diskriminiert, auch nach dem Regimewechsel.

Zudem kam es an diesem Mittwoch auf Kairos zentralem Tahrir-Platz auch zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten, die mehr Demokratie forderten, und bewaffneten mutmaßlichen Anhängern des alten Regimes.

Zur Verbesserung der Sicherheit will die neue Regierung strengere Gesetze gegen Schläger und Rowdys einführen. Sie schlug nach ihrer ersten Kabinettssitzung an diesem Mittwoch dem Militärrat eine entsprechende Verschärfung des Strafrechts vor.