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Cavaco Silva: "Portugiesen von Schuldenlast befreien"

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Cavaco Silva: "Portugiesen von Schuldenlast befreien"

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In Portugal hat Präsident Anibal Cavaco Silva seine zweite Amtszeit angetreten. Mit dem Präsidenten sind auch die Probleme geblieben. Mit einem radikalen Sparprogramm versucht das Land die Staatsverschuldung zurückzufahren. Hilfe der Euro-Partner will es nicht annehmen.

Cavaco Silva, ein konservativer Wirtschaftswissenschaftler, lehnt die Sparpläne ab, versprach aber, mit der sozialdemokratischen Minderheitsregierung zusammenzuarbeiten:

“Die Sparpläne werden das Wirtschaftswachstum negativ beeinflusen und damit die Lebensqualität von Familien”, so Cavaco Silva. “Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft müssen das Land von dieser Schuldenlast befreien.”

Zeitgleich borgte sich Portugal rund eine Milliarde Euro an den Märkten. Für die Anleihen mit zweieinhalbjähriger Laufzeit war ein Risikoaufschlag fällig: 5,99 Prozent Zinsen, so teuer waren die Papiere seit Einführung des Euros nicht.

Beim Treffen der Eurogruppe am Freitag werde auch die Situation Portugals Thema sein, hieß es aus dem Pariser Elysée-Palast, Rettungspläne für Westeuropas ärmstes Land gebe es aber nicht, hieß es. Analysten schließen jedoch nicht aus, dass irgendwann auch Portugal unter den Euro-Rettungsschirm kriechen muss.