Eilmeldung

Eilmeldung

Das denkende Bett

Sie lesen gerade:

Das denkende Bett

Schriftgrösse Aa Aa

Óscar Valdemoros/Spaldin:

“Wir haben ein Krankenhausbett entworfen, dass bettlägrigen Patienten hilft, sich ohne die Unterstützung von Pflegepersonal im Bett zu bewegen. Das Bett interpretiert selbstständig die Absichten des Patienten und hilft ihm so, sich zu bewegen. So kann man zum Beispiel dazu beitragen, zu verhindern, dass sich der Patient wundliegt.”

Der Prototyp wurde mithilfe eines EU-Projektes entwickelt, dass dazu beitragen soll, auf Robotik basierende Technologieen in europäischen Krankenhäusern zu etablieren. Das Bett lässt sich von den Patienten senkrecht als auch seitlich neigen und dass ohne Fernbedienung.

Manuel Chica/Tecnologías Avanzadas inspiralia:

“Der Patient muss lediglich eine leichte Bewegung andeuten und das Bett ändert automatisch seine Position.”

Das Bett arbeitet mit einer intelligenten Software, die in der Lage ist, leichteste Druckunterschiede, die ein Körper darauf ausübt, über Sensoren zu registrieren.

Manuel Chica/Tecnologías Avanzadas inspiralia:

“Drucksensoren registrieren die Bewegungen und senden diese Informationen an den Computer, der dann die Motorik des Bettes steuert.”

Die alternde Bevölkerung Europas lässt den Markt für Krankenhausbetten um 9 Prozent im Jahr wachsen. Daher könnte dieses Bett, nach seiner technischen Zulassung, genau diesen wachsenden Bedarf und die Erfordernisse älterer oder kranker Menschen erfüllen.

Manuel Chica:

“Der Bedarf für dieses Produkt ist sehr groß. Viele, viele Krankenhäuser mit bettlägerigen Patienten benötigen solche Betten täglich.”

Zugutekommen könnten sie auch dem Pflegepersonal, leiden hier doch 85 Prozent unter Rückenproblemen, ausgelöst durch das Heben und wenden der Patienten. Allein dies verursacht rund 6 Milliarden Euro zusätzlicher Kosten jährlich.

Óscar Valdemoros/Spaldin:

“Dieses Bett dient also nicht nur den Patienten, es entlastet auch das europäische Gesundheitsystem.

Doch Langzeitpatienten binden oft auch große Resourcen des Pflegepersonals. Wir lösen im Grunde also zwei Probleme gleichzeitig: einerseits für das Pflegepersonal, andererseits für die Patienten.”

WEB:

eposbed.pera.com