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Eine Augenzeuge des Bebens erzählt

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Eine Augenzeuge des Bebens erzählt

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EuroNews hat einen in Tokio lebenden Franzosen unmittelbar nach dem Erdbeben am Telefon erreicht.

Alexandre Bartholo erzählte uns, wie er den Erdstoß erlebte:

“Als das angefangen hat, war ich bei der Arbeit. Ich arbeite im 10.Stock eines Hochhauses. Ich sag mal so, wenn es ein bisschen wackelt, dann macht uns das hier nicht unbedingt was aus. Wir sind daran fast schon gewöhnt, erst vergangenen Monat war ja schon ein Beben.

Aber das hier wurde immer stärker. Die Möbel haben angefangen, sich zu bewegen, das Büroinventar ist durch die Gegend geflogen. Meine Kollegen haben angefangen, Bildschirme festzuhalten, in Panik haben einige auch versucht, die Mauern festzuhalten.

Danach wurde es wieder ruhig. So etwas hatte ich bis jetzt noch nicht erlebt. Das ist schwer zu beschreiben, aber die Stösse gingen durch das ganze Gebäude, das ist fast schon so, als würden sie durch das Gebäude wandern, und man hat das Gefühl, das Haus tanzt.

Wenn man im 10.Stock ist, dann denkt man andauernd: soll ich jetzt raus, soll ich jetzt raus, und wenn ich raus gehe, ist es dann zu spät? Das ist ein sehr beklemmendes Gefühl. Man ist machtlos und weiß nicht, was man tun soll.”