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Japanische Küste: Schwere Verwüstungen

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Japanische Küste: Schwere Verwüstungen

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Das japanische Fernsehen zeigte unterdessen Bilder furchtbarer Verwüstungen: Die Erdstöße brachten selbst große Bürogebäude zum Schwanken. Auch im Inneren der zumeist erdbebensicher gebauten Gebäude waren die einzelnen Stöße sehr heftig zu spüren.

In der Hauptstadt Tokio sind die Telefonnetze seit Stunden überlastet, auf den Straßen bildeten sich Kilometer lange Staus. An den Bahnhöfen und Metrostationen strandeten Hunderttausende Pendler auf ihrem Weg zur Arbeit. Wegen des Bebens ist der Zugverkehr im Nordosten Japans zu großen komplett Teilen eingestellt worden. Betroffen sind sowohl die Schnellzüge als auch lokale Zugverbindungen.

In zahlreichen Bürohochhäusern Tokios, Yokohamas und anderen Städten an der ostjapanischen Küste brachen Brände aus.

Die Nachbeben halten die Menschen weiter in Atem.

Aus Angst vor weitere Erdstößen liefen viele Menschen auf die Straßen hinaus, wo sie sich jedoch vor herabfallenden Fensterscheiben oder Fassadenteilen in Acht nehmen mussten.

Auch die Angst vor einem Atomunfall geht um: In einem Turbinengebäude des Atomkraftwerks Onagawa brach ein Feuer aus, meldeten örtliche Medien. Insgesamt vier Atomkraftwerke hätten sich infolge des Bebens automatisch abgeschaltet.

Ein Beben, dieser Größenordnung ereigne sich auch in Japan lediglich alle paar hundert Jahre, so Seismologen der japanischen Erdbebenwarte.

In einer Ölraffinerie in Tokios Nachbarprovinz Chiba brach ein gewaltiges Feuer aus, gefolgt von einer Explosion. Die Feuerwehren sind derzeit noch überall mit Löscharbeiten beschäftigt.

In Tokio hat es Augenzeugenberichten zufolge in mehreren Fabriken Explosionen gegeben.

Zahlreiche Industrieunternehmen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt mussten die Produktion einstellen.