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Mehr als 1000 Tote befürchtet

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Mehr als 1000 Tote befürchtet

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Das Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe in Japan wird erst nach und nach sichtbar: Die Zahl der Toten steige wahrscheinlich über 1000, meldeten inzwischen die japanische Behörden.

Immer wieder erschütterten heftige Nachbeben das Land. Selbst in großen erdbebensicheren Bürogebäuden waren die Erdstöße deutlich zu spüren. In Tokio waren die Telefonnetze stundenlang überlastet, Menschen konnten ihre Angehörigen nicht erreichen. Mehr als vier Millionen

Haushalte waren ohne Strom. Die U-Bahn wurde vorübergehend geschlossen, der Zugverkehr im Nordosten Japans wurde zu großen Teilen eingestellt. An den Bahnhöfen strandeten massenweise Pendler. Viele Menschen trugen Helme aus Angst vor herabstürzenden Gegenständen.

Zeitweise wurden rund um den Pazifik Tsunami-Warnungen ausgesprochen, für die Bewohner der gesamten Küste von Alaska bis Chile. Die Behörden warnten vor Wellen bis zu einer Höhe

von zwei Metern. Einige Länder hoben ihre Warnungen alerdings bereits wieder auf.

An der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu

rissen Straßen auf und Gebäude fielen wie Kartenhäuser zusammen. Die japanische Regierung rief die Bevölkerung auf, ruhe zu bewahren und sich nach Möglichkeit vor weiteren Erdstößen oder Tsunamiwellen in Sicherheit zu bringen.

Die vereinten Nationen haben, wie auch viele befreundete Staaten, zugesagt umgehend Rettungsteams nach Japan zu entsenden, da

die japanischen Rettungskräfte derzeit vollkommen überfordert sind. Die japanische Regierung bat deshalb auch die im Land stationierten US-Streitkräfte bei den Rettungsarbeiten zu helfen.

Nach Angaben des japanischen Innenministeriums kam es im ganzen Land zu zahlreichen Bränden durch geborstene Gasleitungen. Neben Häusern und Wohnanlagen, brannten auch unzählige Industrieanlagen und eine Raffinerie nahe Tokio.