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Tsunami nach schwerem Erdbeben in Japan

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Tsunami nach schwerem Erdbeben in Japan

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Nach dem schweren Erdbeben in Japan hat eine gewaltige Flutwelle das japanische Festland erreicht. Tsunami-Warnungen wurden für insgesamt 20 Länder gegeben, darunter auch Hawaii und die amerikanische Westküste. Die Behörden haben im ganzen Pazifikbecken begonnen, die betroffenen Küstenregionen zu räumen. An Japans Pazifikküste richtete der Tsunami fürchterliche Verwüstungen an.

Im Laufe des Nachmittags europäischer Zeit berichteten die japanischen Medien bereits von mehreren hundert Erdbeben- und Tsunami-Toten.

Die Flutwellen trieben Trümmer und zerstörte Häuser vor sich her. In der Hauptstadt Tokio waren die Telefonnetze stundenlang überlastet, Menschen konnten ihre Angehörigen nicht erreichen. Das Epizentrum des Bebens gegen 14.45 Uhr Ortszeit lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio. Experten vergleichen die Katastrophe auch mit dem schweren Tsunami in Südostasien von 2004 bei dem 170.000 Menschen getötet worden waren. Die gewaltige Flutwelle war mancherorts bis zu zehn Meter hoch. Sie überspülte die Ostküste der Hauptinsel Honshu. Boote wurden gegen die Küste geschleudert und Autos ins Meer gespült. Zahllose Bewohner der Küstenregionen und betroffenen Städte wurden verletzt und flüchteten vor dem Tsunami. Die Flutwelle traf die Küste rund um die Hafenstadt Sendai. Flüsse traten durch das einströmende Meerwasser über die Ufer. Die Behörden riefen die Küstenbewohner auf, sich in höher gelegene Gebiete oder in obere Stockwerke zu begeben. Es drohten weitere Tsunamis. Auch könne es weitere starke Nachbeben geben. In der Region um Tokio brach für mehr als vier Millionen Haushalte die Stromversorgung zusammen. Mehrere Flughäfen wurden geschlossen und evakuiert. Auch die U-Bahn von Tokio wurde eingestellt. Das japanische Kabinett kam zu einer Krisensitzung zusammen.