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Offenbar doch keine Kernschmelze in Japan

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Offenbar doch keine Kernschmelze in Japan

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In dem beschädigten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima hat es eine gewaltige Explosion gegeben. Mit ungeheurer Wucht wurden dabei große Teile der Anlage zerstört. Trümmer wurden in die Luft geschleudert, Rauchwolken breiteten sich über der Anlage aus. Unklar war, ob die Explosion mit einer möglichen Kernschmelze zusammenhing. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, nach Angaben der japanischen Regierung sei keine Radioaktivität entwichen. Unmittelbar vor der Explosion hatte es eine Erschütterung gegeben, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Bei der Detonation seien vier Menschen verletzt worden, Lebensgefahr bestehe aber nicht. Japans Ministerpräsident Naoto Kan machte sich ein Bild von der Lage in den Katastrophengebieten. Er zeigte sich zwar besorgt, sprach aber nicht von einer Kernschmelze in Fukushima. Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami hatte sich die Lage im Meiler Fukushima durch den Ausfall des Kühlsystems dramatisch zugespitzt. In der Nähe des Atomkraftwerks wurde radioaktives Cäsium festgestellt, es sei möglich, dass in dem Reaktor eine Kernschmelze ablaufe, hiess es. Die Regierung in Tokio kam zu einer Krisensitzung zusammen und ordnete in weitem Umkreis der Atomkraftwerke Evakuierungen an.