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Kernschmelze in Japan befürchtet

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Kernschmelze in Japan befürchtet

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In der Nähe des beschädigten japanischen

Atomkraftwerks Fukushima 1 ist radioaktives Cäsium festgestellt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung

auf die Atomsicherheitskommission. Es sei möglich, dass in dem Reaktor eine Kernschmelze ablaufe. Augenzeugen berichten von einer Explosion, das japanische Fernsehen zeigte Bilder einer austretenden weißen Rauchwolke. Die Behörden haben im Umkreis von zehn Kilometern die Anwohner in Sicherheit gebracht. Der Betreiber des Atomkraftwerkes habe daran gearbeitet, den Druck aus dem Reaktorgehäuse abzulassen, um eine Kernschmelze zu verhindern. Trotz dieser Maßnahme seien ungewöhnlich hohe Radioaktivitätswerte in und um das Kraftwerk festgestellt worden. Demnach seien die Werte im Kontrollraum des Kraftwerks gut 1000 mal höher als normalerweise. Alle Kernkraftwerke in der Region waren während des Erdbebens am Freitag automatisch abgeschaltet worden.