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Tsunami verwüstet Nordostjapan

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Tsunami verwüstet Nordostjapan

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Ein gewaltiger Tsunami brandete an die Nordostküste Japans. Eine bis zu acht Meter hohe Wasserwand raste kilometerweit ins Landesinnere und riss alles mit sich, was ihr im Weg stand: Züge, Autos, Boote, Gebäude, Gewächshäuser. Besonders heftig traf der Tsunami die Küste bei der Millionenstadt Sendai, rund 300 Kilometer nordöstlich von Tokio. Die Polizei fand dort mehrere hundert Leichen. Über 700 Personen werden noch vermißt, nach Schätzungen der Nachrichtenagentur Kyodo dürfte die Zahl der Toten 1000 übersteigen.

Die Flutwelle überschwemmte den Flughafen von Sendai; die Menschen suchten Zuflucht auf dem Dach des Flughafenterminals. Aus dem ganzen Land werden große Schäden an Gebäuden und Infrastruktur gemeldet.

Ein große Gefahr stellen die vielen Brände dar. In Chiba bei Tokio steht eine Raffinerie in Flammen. Es besteht offenbar keine Hoffnung das Großfeuer, das in weiten Teilen der 70.000 Einwohnerstadt Kesennuma lodert, unter Kontrolle zu bekommen.