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Japan kämpft gegen atomare Katastrophe

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Japan kämpft gegen atomare Katastrophe

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Japan kämpft gegen eine atomare Katastrophe. Die Menschen in der Krisenregion um das Atomkraftwerk Fukushima unterziehen sich Strahlentests, gut 300.000 sollen in Sicherheit gebracht worden sein. Japans Ministerpräsident Naoto Kan sprach von der “schlimmsten und schwierigsten Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg”. Er sei aber sicher, dass das japanische Volk zusammenhalten werde und auch diese Krise meistern könne. Ein Regierungssprecher bestätigte inzwischen, dass es im Reaktor 3 des Atomkraftwerks Fukushima Eins zu einer “teilweisen” Kernschmelze gekommen sei. Wie bereits am Reaktor 1 sei im Reaktor 3 die Kühlfunktion ausgefallen, dadurch habe sich Wasserstoff unter dem Dach angesammelt. Inzwischen wurde auch damit begonnen, Reaktor 2 mit Meerwasser herunterzukühlen. In der nordöstlichen Provinz Miyagi wurde 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Ein Sprecher der Betreibergesellschaft sagte, die Strahlung sei aber nicht aus dem dortigen Atomkraftwerk Onagawa ausgetreten, sondern aus der Provinz Fukushima herübergeweht. Auf die Gesundheit der Menschen habe das keine unmittelbaren Auswirkungen. Angesammelter Wasserstoff hatte am Samstag am Reaktor 1 des Kraftwerks Fukushima eine Explosion ausgelöst. Die Regierung in Tokio warnte, von Montag an seien Probleme bei der Stromversorgung zu erwarten.