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Japan: Zahl der Toten nicht absehbar

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Japan: Zahl der Toten nicht absehbar

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Millionen Japaner standen noch unter dem Schock des Bebens, als das Wasser des pazifischen Ozeans mit aller Gewalt auf sie einbrach.

Das Erdbeben vom Freitag und die nachfolgende Flutwelle haben vor allem den Nordosten Japans verwüstet. Wer tot ist und wer vorerst nur vermisst wird, ist in Japan angesichts des unvorstellbaren Chaos nicht zu sagen.

Allein in der Präfektur Miyagi haben möglicherweise Tausende Menschen ihr Leben verloren. Die Behörden der Region, in der auch die Millionenstadt Sendai liegt, konnten bisher den Tod von erst 379 Menschen offiziell bestätigen. Minamisanriku liegt nördlich von Sendai. In der völlig verwüsteten Ortschaft fehlt von 10.000 Menschen und damit von der Hälfte der Bevölkerung jedes Spur.

Die japanische Regierung hat die Zahl der Armeeangehörigen in der Region auf 100.000 erhöht. Soldaten brachten mehr als 380.000 Japaner in Notunterkünfte, in denen sie vielerorts ohne Wasser und Lebensmittel ausharren. Die Zahl der Toten könnte sich auch angesichts dieser mangelnden Versorgung in den nächsten Tagen weiter erhöhen.

Bislang gibt es keine Hinweise auf Deutsche unter den Opfern. 25 deutsche Studenten aus Sendai sollten noch am Sonntag ausgeflogen werden. Experten schätzen den durch das Erdbeben verursachten Schaden auf bis zu 34,6 Milliarden Dollar. Die Schätzungen beinhalten nicht die Schäden durch den Tsunami.