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Fukushima-Reaktor wird wieder gekühlt

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Fukushima-Reaktor wird wieder gekühlt

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Der zweite Kernreaktor im stark beschädigten Kraftwerk Fukushima wird wieder gekühlt: Der Betreiber hat damit begonnen, erneut Meerwasser einzuleiten. Zuvor lagen die Brennstäbe für einige Zeit frei, so dass sie sich wieder erhitzen konnten.

Auch die Internationale Atomenergiebehörde schaltet sich jetzt ein. Der Behördenchef gibt sich aber zuversichtlich.

Die Kraftwerke seien erschüttert und überschwemmt worden, und der Strom sei ausgefallen, sagt Yukiya Amano, selbst ein Japaner.

Dazu sei das Bedienpersonal auch privat von der Naturkatastrophe betroffen gewesen.

Die Reaktoren hätten sich aber automatisch abgeschaltet, damit gebe es keine Kettenreaktion mehr. Jetzt gehe es vor allem darum, die Hilfe der Mitgliedsländer zu koordinieren. Japan habe die Behörde um Unterstützung und den Einsatz von Fachleuten gebeten.

Für die befürchtete Kernschmelze gebe es zur Zeit keine Anhaltspunkte, sagen Experten der Atomenergiebehörde. Andererseits ist unklar, ob die Betreiber anhand ihrer Messinstrumente überhaupt ein Bild davon haben, was in den Reaktoren genau vor sich geht. Allerdings spielt die Zeit für sie: Zeit bedeutet Abkühlung.