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Japans AKW nahe am Super-Gau

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Japans AKW nahe am Super-Gau

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Das sind Bilder aus der Region Fukushima, aufgenommen nach Erdbeben und Tsunami.

Direkt am Meer liegt das Atomkraftwerk, dessen Kühlungssystem durch den Tsunami beschädigt –

teilweise sogar ganz außer Kraft gesetzt wurde.

Am Samstag ereignete sich eine erste Wasserstoff-Explosion als Folge fehlender Kühlung.

Als nach dem Tsunami die Stromversorgung zusammenbrach und auch das Notstromaggregat nicht ansprang, fiel an drei Reaktorblöcken die Kühlung aus.

Die japanischen Behörden waren zunächst bemüht, die Ereignisse herunterzuspielen.

Der zuständige Kabinettssekretär versicherte in dieser Pressekonferenz am Samstag, der Stahlmantel um den Reaktor sei unbeschädigt.

Einräumen musste er allerdings, dass Radioaktivität austrete.

Nachdem die erste Evakuierung für das Gebiet um den Reaktor angeordnet wurde, war von 160 bereits kontaminierten Personen die Rede.

In der Folge wurde die zu räumende Zone schnell ausgeweitet.

Am Sonntag wurden dann die Einwohner von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima 1 aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

Nachdem es auch im 12 Kilometer südlich gelegenen AKW Fukushima 2 zu einem Störfall kam, wurde dort ein Gebiet von 10 Kilometern im Umkreis evakuiert.

Am Montag explodierte dann – ebenfalls mangels ausreichender Kühlung – in einem weiteren Reaktor der überhitzte Wasserstoff.

Dabei wurde das Dach dieses Reaktors beschädigt.

Nun droht in mehreren Reaktoren eine Kernschmelze, bei der sich die Brennstäbe verformen und als flüssige heisse Masse ihre Ummantelung durchdringen können.

Dabei steigt die Gefahr, dass Radioaktivität austritt.

Was bisher im Atomkraftwerk Fukushima geschah –

hier Bilder vor dem Erdbeben – wird auf der internationalen Gefahrenskala mit 4 eingestuft.

Die Kernschmelze von Three Mile Island in den USA 1979 hatte Stufe 5, Tschernobyl 1986 die Höchststufe 7.