Eilmeldung

Eilmeldung

Japans Wirtschaft im Schockzustand

Sie lesen gerade:

Japans Wirtschaft im Schockzustand

Schriftgrösse Aa Aa

Die Naturkatastrophe und die unklare Lage in den Atomkraftwerken hat die japanische Wirtschaft in ihren Grundfesten erschüttert. Der Versicherungsschaden allein des Erdbebens wird in ersten Experten-Analysen auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Darin sind die Tsunami-Schäden noch nicht mit eingerechnet.

Viele Konzerne wie Toyota, Sony und Panasonic legten ihre Produktion gezwungenermaßen still – vorübergehend. An der Börse in Tokio verlor der Nikkei-Index deshalb am Montag mehr als sechs Prozent. Dagegen konnte sich die Landeswährung Yen mehr als behaupten. Fachleute begründeten dies mit den hohen japanischen Auslandsguthaben.

Die wirtschaftlichen Folgen seien dramatisch, aber noch nicht bis ins Kleinste einzuschätzen, meinen Analysten. Investoren wollten indes kein Risiko eingehen und hielten sich aus Aktien fern.

Die Wiederbelebung der Wirtschaft ist vor dem Hintergund der unsicheren Atomkraftwerke eine monumentale Aufgabe. Die Regierung hat angesichts der ohnehin schon angespannten Haushalteslage dabei nur einen sehr begrenzten Handlungsspielraum.

Die von der Tokioter Notenbank dem Finanzsektor zur Verfügung gestellte Rekordsumme von rund 130 Milliarden Euro an kurzfristiger Notfall-Liquidität dürfte vermutlich nicht annähernd ausreichen.