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Libysche Aufständische in Bedrängnis

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Libysche Aufständische in Bedrängnis

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Die libysche Hauptstadt Tripolis scheint friedlich. Großformatige Fotos von Machthaber Muammar al-Gaddafi, normales Leben auf den Straßen, alltägliche Geschäftigkeit auf den Märkten.

In Tripolis, so wird von Regierungsseite betont, könnten sich ausländische Journalisten frei bewegen während sie in den Gebieten der Aufständischen Gefahr liefen, zwischen die Fronten zu geraten. Nur ab und zu konnte der euronews-Korrespondent, von dem diese Bilder stammen, Plakate oder Spruchbänder entdecken.

Alle pro-Gaddafi.

Der euronews-Korrepondert berichtet von Gaddafis Drohung, ganz Libyen in Flammen zu setzen.

In der Hauptstadt aber sei davon nichts zu sehen, nichts was an die Kämpfe um Ras Lanuf oder Zawiyah erinnere.

Es äußern sich gegenüber fremden Jornalisten nur Gaddafi-Anhänger. Man kann nur vermuten, dass jene, die anderer Meinung sind, aus Angst schweigen. Innerhalb weniger Tage haben Gaddafi-treue Truppen mehrere von Aufständischen gehaltene Städte zurückerobert.

Sein Armeesprecher Milad Hussein verkündet, alles laufe gut, die meisten angegriffenen Gebiete seinen zurück erobert. Die Aufständischen nennt er “eine Bande von Ratten, die sich hinter Waffen verschanze und Zivilisten terrorisiere und sofort die Hände hebe, wenn die Volksarmee erscheine.”

Auch am Montag werden wieder Luftangriffe auf Orte gemeldet, die noch von Aufständischen beherrscht werden. Die haben zumeist nur leichte Waffen, mit denen sie den verschiedenen Einheiten von Gaddafis Armee hoffnungslos unterlegen sind.

Ein Kommandeur aus Bengasi forderte in einem Telefongespräch mit der Deutschen Presse Agentur in die internationale Gemeinschaft auf, mit Waffen zu helfen.

Internationale Proteste, Waffenembargo oder Finanzsanktionen scheinen Gaddafi wenig zu beeindrucken. Mehrfach hat er erklärt, er werde nicht fliehen wie sein tunesischer Nachbar Ben Ali.

Er wolle in Libyen sterben, wenn es sein müsse als Märtyrer.