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Neue Sicherheitschecks für deutsche AKW

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Neue Sicherheitschecks für deutsche AKW

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Nach dem Atomunglück in Japan will die Europäische Union bei einem Sondertreffen an diesem Dienstag über bessere Sicherheitsstandards beraten. Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich wiederholte seine Forderung nach Risikotests für europäische Atommeiler.

Nikolaus Berlakovich erklärte, die europäische Bevölkerung sei verunsichert angesichts der Ereignisse in Japan und daher müssten diese Stresstests für Atomkraftwerke schnell erfolgen.

In der EU entscheidet jedes Land selbst, ob es Atomenergie nutzt oder nicht. 15 der 27 EU-Mitglieder setzen auf Atomenergie. Insgesamt gibt es europaweit 146 Kernkraftwerke, die 15 Prozent des Stromverbrauchs decken.

17 Atomkraftwerke sind ans deutsche Netz angeschlossen. Dort hatte die konservative Regierung in Berlin erst im Herbst längere Laufzeiten von durchschnittlich 12 Jahren beschlossen. Die sollen nun nach der Atomkatastrophe in Japan für drei Monate ausgesetzt werden, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Denkbar ist, dass die Regierung ältere AKWs nach einem Sicherheitscheck doch schneller vom Netz nimmt. Merkel fügte aber auch hinzu: “Ein Abschalten aber der deutschen Atomkraftwerke unter Inkaufnahme der Verwendung von Kernenergie aus anderen Ländern, das kann und darf nicht unsere Antwort sein. Die einzig redliche Antwort: Sie ist der forcierte und beschleunigte Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien.”

Eine Entscheidung, die im atomkritischen Deutschland in den Wahlkampf hineinspielt. In Baden Württemberg waren AKW-Gegner erst am Samstag auf die Straße gegangen. Am 27. März droht den Konservativen dort ein herber Denkzettel bei der Landtagswahl.