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10 000 Menschen in japanischer Stadt vermisst

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10 000 Menschen in japanischer Stadt vermisst

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Bis vor wenigen Tagen war Minamisanriku im Nordosten Japans eine lebendige Stadt. Gut 10 Meter hoch war die Welle, die den Küstenort am Freitag in eine Trümmerwüste verwandelte. Etwas mehr als 17 000 Menschen lebten hier. Jetzt gelten 10 000 von ihnen als vermisst. Und über allem: die nukleare Bedrohung aus Fukushima. In Soma, nicht weit der Stadt Sendai, erhielten die Menschen Anweisungen, wie sie sich schützen sollen.

Eine Frau erzählte Reportern: “Uns wurde gesagt, wir sollten Masken und einen Hut tragen und wegen der Strahlung möglichst nicht rausgehen.” Die Versorgungslage in den Katastrophengebieten ist angespannt. An den Wänden eines Notzentrums: Listen mit den Namen der Vermissten von Minamisanriku. Und mit jeder Stunde, die verstreicht, sinkt die Hoffnung, noch Überlebende zu finden.