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Atomangst in Tokio: Börsenkurse brechen ein

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Atomangst in Tokio: Börsenkurse brechen ein

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Die drohende atomare Katastophe in Japan hat an der Börse in Tokio dramatische Kursstürze verursacht. Der Nikkei-Index der wichtigsten Industriewerte verlor mehr als zehn Prozent.

Bereits am Vortag hatte der Nikkei kräftig nachgegeben und war unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen.

Historisch gesehen waren die Verluste vom Wochenbeginn der schwersten seit mehr als einem halben Jahrhundert. Analysten erklärten, Anleger hätten nahezu alles verkauft, was sich noch an Aktien in ihren Depots befunden habe.

Ich glaubte, wir hätten am Montag den Tiefpunkt bereits erreicht, meint Masaaki Kanno von JP Morgan Securities. Aber es sei ein Teufelskreis in Bewegung gekommen, und Investoren seien dabei, jeden Risiko-Appetit zu verlieren. Niemand wisse, wie tief der Nikkei-Index noch fallen könne.

Um die Märkte weiter zu beruhigen, stockte die japanische Notenbank ihre Finanzspritzen abermals auf. Am Morgen stellte sie den Banken weitere 44 Milliarden Euro an kurzfristiger Notfall-Liquidität zur Verfügung. Gegen Mittag folgte die Bekanntgabe, weitere 26 Milliarden Euro folgen zu lassen. Am Montag hatte die Bank von Japan bereits 130 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.