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Fukushima: Ausländer verlassen die Region

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Fukushima: Ausländer verlassen die Region

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Noch verlassen die Menschen die Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima nicht, doch in drei Präfekturen begannen die Vorbereitungen für die Räumung. Es sind vor allem die Ausländer, die es vorziehen, nicht zu bleiben. Der Franzose Francois lebte erst seit zwei Monaten in Japan, jetzt will er zurück in seine Heimat: “Wir wurden aufgefordert, Handschuhe und Schutzmasken zu tragen und alle Körperteile gut zu bedecken. Trotzdem werden die Menschen geopfert…Das ist vielleicht eine Übertreibung, doch die Japaner vertrauen allzusehr den Behörden.” Auch in der 35-Millionen-Metropole Tokio wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen. Viele Bewohner machen sich inzwischen auf den Weg in den Süden des Landes. “Wir wollen Tokio verlassen, bevor es chaotisch wird”, meint eine Frau auf dem Inlandflughafen Haneda. “Für uns ist es besser, es jetzt zu tun.” Und ein junger, aus Argentinien stammender Mann meint, dass Ausländer jetzt ausreisten: “In der Mitte des Landes oder in Tokio ist ein Tsunami kein Problem. Der Strahlung aber kann man nicht entkommen, auch kann man sie nicht sehen.” Die deutsche Lufthansa fliegt Tokio bis auf weiteres nicht mehr an und verlagert ihre Flüge in den Süden Japans.