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Lage in Bahrein spitzt sich zu

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Lage in Bahrein spitzt sich zu

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Die Lage in Bahrein spitzt sich zu. Bei den Protesten wurden ein Demonstrant und ein Polizist getötet. Über zweihundert Menschen wurden nach Angaben aus einem Krankenhaus verletzt.

Der König des Inselstaats im Persischen Golf hat jetzt den Ausnahmezustand verhängt. Er soll zunächst für drei Monate gelten.

Dazu kommt, dass Saudi-Arabien gestern rund tausend Soldaten nach Bahrein geschickt hat, um der Herrscherfamilie zu helfen. Die Arabischen Emirate und Katar schicken Polizisten.

Das Königshaus gehört zur sunnitischen Glaubensrichtung des Islam; die meisten Menschen in Bahrein sind aber Schiiten, die sich von den Herrschern benachteiligt fühlen.

Bahrein und die arabischen Nachbarn liegen jetzt auch im Streit mit Iran, dem schiitisch geprägten und nicht-arabischen Land an der Golfküste gegenüber. Von Einmischung, Unterdrückung und Gewalt spricht ein Vertreter von Irans Außenministerium: Gelöst werde dadurch gar nichts.

Die Demonstranten wollen Reformen wie mehr Macht für das Parlament, gleiche Rechte für Schiiten oder ein Ende der bewussten Einbürgerung von Sunniten. Manche wenden sich inzwischen aber auch gegen das Königshaus.