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Libyens Rebellen-Städte in Angst

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Libyens Rebellen-Städte in Angst

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Mit der Offensive der Truppen von Machthaber Muammar Al-Gaddafi wächst bei den Aufständischen in Libyen die Angst, das Militär könnte demnächst auch die Rebellenhochburg Bengasi angreifen. Adschdabija, etwa 160

Kilometer südlich, ist bereits wie gelähmt.

Sharif, Besitzer einer Apotheke:

“Jeder hier ist durcheinander und hat Angst. die Läden sind dicht, niemand weiß, wie es weitergeht.”

In acht Tagen Gegenattacke haben Gaddafi-Truppen die Aufständischen rund 150 Kilometer zurückgedrängt – die Stadt Brega wurde bombardiert, in Adschdabija wurden im Krankenhaus 40 Tote und 80 Verletzte gezählt.

Mit Panzern und Flugzeugen gehen Gadafi-Treue gegen die leicht bewaffneten Aufständischen vor, meist nach dem selben Muster: Erst greifen Kampfflugzeuge die Stellungen an, dann folgen Truppen unter Artilleriefeuer, manchmal von See.

Was die Städte erwartet, wenn sie von Gadafi-Truppen überrannt werden, hat Human Rights Watch in Tripolis berobachtet: Dort seien Oppositionelle willkürlich festgenommen worden, verschwunden, gefoltert worden.

Übergelaufene Soldaten könnten auf Gnade hoffen, wenn sie sich ergäben, so das Staatsfernsehen.