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Renault nach falscher Spionageaffäre unter Druck

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Renault nach falscher Spionageaffäre unter Druck

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Die französische Regierung hat verärgert auf die überraschende Wende in der vermeintlichen Spionageaffäre bei Renault reagiert. Die Entschuldigung bei den drei gefeuerten Managern reiche nicht aus, sagte ein Regierungssprecher und kündigte eine Untersuchung an.

Konzernchef Carlos Ghosn hatte im Fernsehen erklärt, er habe einen Fehler gemacht und sei getäuscht worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschft fiel Renault vermutlich auf einen Betrüger aus der eigenen Sicherheitsabteilung herein.

Der Anwalt einer der drei geschassten Manager deutete an, um eine Entschädigungssumme hart zu verhandeln. Sein Klient sei öffentlich gebrandmarkt worden und habe dadurch erhebliche berufliche, persönliche und gesundheitliche Schäden erlitten.

Renault hatte seine drei gefeuerten Manager verdächtigt, strategische Informationen über die Entwicklung des Elektroautos an die chinesische Konkurrenz weitergeleitet zu haben. Für den falschen Hinweis des Betrügers zahlte Renault mehr als 300.000 Euro.