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Tausende kampieren am Flughafen Tripolis

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Tausende kampieren am Flughafen Tripolis

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Sie haben Hunger, Durst und Angst vor einem Bürgerkrieg. Was den meisten fehlt: Ein Flugticket, gültige Papiere und Geld. Am Flughafen in Tripolis sind tausende Arbeiter gestrandet, die Libyen angeworben hat. Die meisten kommen aus dem südlichen Afrika, viele aus Nigeria oder Ghana.

Manche harren seit Wochen in der provisorischen Zeltstadt aus – von den diplomatischen Vertretern ihrer Länder fühlen sich viele im Stich gelassen.

Eine Frau: “Wir sind länger als 3 Wochen hier jetzt.”

Von den gut sechs Millionen Menschen in Libyen ist jeder sechste Arbeitsimmigrant – erst rund eine Viertelmillion hat es seit Beginn des Aufstands vor fast einem Monat über die Grenzen geschafft.

Rabih El Tarhouni, Helfer einer humanitären Organisation:

“Es gibt etwa 10.000 Menschen, die hier am Flughafen warten.”

Menschen aus Ghana und Nigeria steigen in Busse, die ihre Regierungen schließlich doch geschickt haben. “Dann kehren sie eben auf dem Landweg dahin zurück, wo sie hergekommen sind”, sagt einer vom Sicherheitsdienst. Von Tripolis nach Lagos sind es 3111 Kilometer, nach Accra noch gut 200 mehr.