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Bahrein: Regierung greift weiter durch

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Bahrein: Regierung greift weiter durch

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In Bahrein greift die Regierung weiter durch: Ab nachmittags und bis zum frühen Morgen gilt jetzt in weiten Teilen der Hauptstadt Manama eine Ausgangssperre. Kundgebungen sind landesweit verboten.

Schon gestern wurde der Ausnahmezustand verhängt. Saudiarabien hat tausend Soldaten geschickt, um dem Königshaus des Inselstaats im Persischen Golf zu helfen. Aus anderen Golfländern kommen Polizisten.

Soldaten stehen schon in einer Gegend von Manama bereit, in der die Opposition eine neue Kundgebung plant. Die Armee gibt den Demonstranten die Schuld an den Ausschreitungen.

Sie hätten Straßensperren errichtet sowie Zelte und Gasflaschen angezündet, sagt ein hoher Armeevertreter. Aus mehreren Richtungen sei man beschossen worden. Demonstranten hätten Polizisten überfahren.

Inzwischen ist nach offiziellen Angaben ein dritter Polizist gestorben. Die Opposition berichtet auf ihrer Seite von fünf Opfern.

Die Demonstranten sind vor allem Moslems der schiitischen Glaubensrichtung. Sie stellen in der Bevölkerung die große Mehrheit, fühlen sich aber durch das sunnitische Königshaus benachteiligt.