Eilmeldung

Eilmeldung

Die Angst der Japaner vor dem Geigerzähler

Sie lesen gerade:

Die Angst der Japaner vor dem Geigerzähler

Schriftgrösse Aa Aa

In Koriyama lassen sich die Bewohner auf radioaktive Strahlung untersuchen: Die Stadt liegt knapp fünfzig Kilometer von Katastrophenmeiler Fukushima entfernt. Die Regierung hat bislang die Anwohner im Umkreis von dreißig Kilometern vor möglichen Strahlungsrisiken gewarnt. In Koriyama habe man einen Anwohner nach erhöhten Messwerten mit Wasser dekontaminiert, erklärt ein Feuerwehrmann.

Von höherer Strahlenbelastung war bei den Anwohnern und Evakuierten noch nicht die Rede.

Doch für die Menschen, die hierher kommen, ist die Ungewissheit belastend: “Ich war sehr nervös, bevor ich das Resultat bekam. Die Werte waren dann in Ordnung, und jetzt bin ich sehr erleichtert. Wenn es diese Atomunfälle nicht gegeben hätte, müsste ich mich hier nicht testen lassen und solch eine ängstigende Situation ertragen, das ärgert mich.”

Auch in anderen Städten können sich die Japaner testen lassen. Die Strahlenbelastung variiert je nach Standort. Experten zufolge liegt sie zurzeit in vielen Fällen unter der Dosis, die beispielsweise bei einer Computertomografie gemessen wird.

In Tokio wurden zum Beispiel am Dienstagabend Werte unter einem Millisievert gemessen. Am Kraftwerk Fukushima schwankten die Werte in den vergangenen Stunden zwischen 10 und 1.000 Millisievert am Vortag. Zum Vergleich: Die Dosis bei einem Ct-Scan liegt bei 10 bis 100 Millisievert. Bei Kurzzeitdosen von 5 Sievert gibt es kaum Überlebende.