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EU will gemeinsame Steuerbemessungsgrundlage

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EU will gemeinsame Steuerbemessungsgrundlage

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Die Euro­päi­sche Kommis­sion hat ein gemein­sames System zur Berech­nung der Steu­er­be­mes­sungs­grund­lage von Unter­nehmen in der EU vorge­schlagen.

Dadurch sollen Verwaltungsaufwand, Befolgungskosten und Rechtsunsicherheit erheblich gesenkt werden.

Steuerkommissar Algirdas Semeta erklärte in Brüssel: “Das System der gemeinsamen Steuerbemessungsgrundlage schließt sämtliche Firmen mit ein. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass kleine und mittelständische Unternehmen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft sind. Mir ist sehr daran gelegen, dass alle Firmen von unserem System profitieren können. Die Betriebe können selbst entscheiden, ob sie es anwenden oder bei ihrem jeweiligen nationalen System bleiben wollen.”

Der neue irische Ministerpräsident Enda Kenny stand beim letzten EU-Gipfel unter Druck, um die Körperschaftssteuer auf der grünen Insel dem EU-Standard anzupassen.

12,5 Prozent beträgt diese in Irland, was in der Vergangenheit ausländische Investoren anzog.

Eine Anhebung der Körperschaftssteuer könnte Irland in Schwierigkeiten bringen bei der Rückzahlung seiner Schulden.

“Den Firmen ist daran gelegen ist, dass Steuersysteme einfach zu verstehen sind”, so eine Vertreterin der irischen Wirtschaft dazu. “Das wird hier aber nicht so sein. Es gibt einfach zuviele Dinge, die mit hineinspielen, und es ist schwer zu verstehen.”

In Irland ist die Regierung deswegen fest entschlossen am jetzigen Körperschaftssteuersatz festzuhalten. Nur so, heißt es in Dublin, könne man der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen.