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Prekäre Lage im Katastrophen-AKW

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Prekäre Lage im Katastrophen-AKW

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Im havarierten japanischen Kernkraftwerk Fukushima I spitzt sich die Lage immer weiter zu. Im Reaktor 4 besteht die Gefahr einer massiven Verstrahlung. Zwar ist der Reaktor wegen Wartungsarbeiten ohne Brennstäbe, doch die im Abklingbecken lagernden Brennstäbe sind offenbar nur zur Hälfte mit Wasser bedeckt, weil die Kühlung ausgefallen ist. Um eine drohende Kernschmelze zu verhindern, wurde von Hubschraubern Wasser abgeworfen. Windböen und eine hohe Strahlenbelastungen zwangen aber zur Einstellung der Hilfsflüge.

Die Notbesatzung wagte sich nach einem Rückzug wieder in den Kontrollraum der Katastrophen-Reaktoren. Die Arbeiter setzen Gesundheit und Leben aufs Spiel. Probleme bereiten inzwischen alle sechs Reaktoren des AKW Fukushima I. In Block 2 und 3 ist die wohl die Sicherheitshülle der Reaktoren beschädigt, und in den wegen Wartungsarbeiten abgeschalteten Blöcken 5 und 6 gibt es Schwierigkeiten mit der Kühlung.

In Koriyama, der größten Stadt der Präfektur Fukushima unterziehen sich besorgte Menschen einem Strahlentest. “Heute hatten wir eine Person, die verstrahlt war”, erläuert Sugita Koryama von der Feuerwehr.

Trotz der sich verschärfenden Lage gibt es keine Pläne, die 20 Kilometer-Evakuierungszone rund um das Atomkraftwerk auszuweiten.