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Debatten über Bulgariens zweites AKW

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Debatten über Bulgariens zweites AKW

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In Belene soll bald das zweite Kernkraftwerk Bulgariens entstehen. Das hoffen zumindest die russischen Hersteller des AKW. Nach der Atomkatastrophe in Japan reisten sie nach Sofia, um Bedenken zu zerstreuen und die auf der Stelle tretenden Arbeiten zu beschleunigen. Kirill Komarov, Chef des Atomenergieprojekts, erklärte: “Bei Sicherheit gibt es keinen Kompromiss. Das AKW soll in den nächsten 60 Jahren reibungslos arbeiten.”

Ökologen widersetzen sich dem Belene-Bau, da der Standort in einem Erdbebengebiet liegt. Petko Kovachev von Greenpeace sagte, “Bulgarien sollte seine Nuklearvorhaben in naher Zukunft beenden. Stattdessen sollte es sich zu grünen, alternativen Energiequellen verpflichten. Es gibt eine Strategie, wonach Bulgarien bis 2050 komplett auf grüne Energien setzen kann.”

Das bislang einzige bulgarische Kernkraftwerk Kosloduj war lange umstritten und musste auf Drängen aus Brüssel umgerüstet werden. Um 2007 der EU beizutreten, musste Sofia vier veraltete Reaktoren abschalten.