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Fukushima - immer mehr Regierungen raten zur Abreise

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Fukushima - immer mehr Regierungen raten zur Abreise

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“Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der aktuellen Lage vor Aufenthalten im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu. Von nicht erforderlichen Reisen nach Japan wird abgeraten.”

Wie die deutsche Bundesregierung raten immer mehr Regierungen von Großbritannien bis Südkorea ihren Bürgern, Japans Norden wegen der drohenden Katastrophe am Atomkraftwerk Fukushima zu verlassen.

Franzosen zum Beispiel werden kostenlos ausgelogen.

Aymeric Lozac wartet auf seinen Abflug am Narita Airport, Tokio:

“Zuerst wollte ich in Richtung Westen fahren. Aber Frankreich bot einen Gratisflug an, genauer gesagt, eine Repatriierung. Da gehe ich dann lieber.”

Barbara Turoff, Amerikanerin in Tokio

“Ich fliege früher als geplant. Ich weiß nicht, wie das mit der Strahlung weitergeht. Die Lage ändert sich dauernd.”

Ekaterina Tsimlyakova, russische Übersetzerin in Tokio:

“Wir hoffen, die Regierung und die Experten tun alles nur Mögliche, um schreckliche Folgen zu verhindern. Oder um das zu stoppen, was da jetzt passiert.”

Zum ersten Mal hat sich der Chef der US-Atomregulierungsbehörde kritisch zum Krisenmanagement der Japaner geäußert: Die Brennstäbe im Reaktor 4 lägen trocken – eine tödliche Gefahr für die Arbeiter sagte (Gregory Jaczko.

In Fukushima konzentriert man sich im Moment auf die Kühlung des Reaktorblocks 3.

Die US-Botschaft empfiehlt, den Umkreis von 80 Kilometern rund um das Unglückskraftwerk zu verlassen.

Die US-Regierung hat bereits 600 Bürger evakuieren lassen.