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Japaner fliehen vor radioaktiver Strahlung

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Japaner fliehen vor radioaktiver Strahlung

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Menschen, die aus der Umgebung des AKW Fukushima evakuiert wurden, werden in Yamagata auf Radioaktivität untersucht. Sie sind auf dem Weg in Notunterkünfte. Hier mischen sich Sorgen mit Wut über den offiziellen Umgang mit der Atomkatastrophe. Ein Mann sagte: “Ich bin schockiert. Niemand sagte uns, was da passiert ist. Ich bin wütend auf die Kraftwerksbetreiber. Das ist ein schlechter Witz.” Rund 240 Kilometer südlich von Yamagata, in der Hauptstadt Tokio: leere Straßen. Viele der 12 Millionen Einwohner bleiben aus Furcht vor den Strahlen in den Häusern oder verlassen die Stadt. Trotz den Beteuerungen der Regierung, Tokio sei sicher. Noriyuki Shikata, der Sprecher des japanischen Premiers, sagte: “In Tokio machen wir uns keine Sorgen über die Strahlung. Und ich denke auch nicht, dass die Menschen hier Ihnen sagen, dass sie sich über das, was in Tokio passiert, Sorgen machen.” Diese Bilder sprechen eine andere Sprache: Dies sind Tokioter, die sich nach Osaka im Süden in Sicherheit bringen. Eine Frau mutmaßt: “Ich denke, die Regierung gibt nur wenige, ausgewählte Informationen preis, um eine allgemeine Panik zu verhindern.” Nicht alle können sich die Reise leisten, Zugtickets kosten laut Presseberichten teilweise umgerechnet rund 1000 Euro.