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Tokioter ersparen sich den Blackout

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Tokioter ersparen sich den Blackout

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Mit Energiesparen haben sich die Tokioter an diesem Donnerstag den drohenden Blackout zur Spitzenzeit am Abend erspart. Die Regierung hatte wegen der Kälte vor einem großflächigen Stromausfall gewarnt und zum Stromsparen aufgerufen. Auch die Bahnunternehmen waren aufgefordert, ihren Betrieb im Ballungsraum einzuschränken. Die Kehrseite der Medaille: blockierte Menschenmassen an den Bahnhöfen.

Dafür blieb der Blackout aus: Der Verbrauch lag in Spitzenzeiten laut Energieversorger knapp unter der Einspeisung.

Doch die sprichwörtliche Gelassenheit verlässt die Tokioter allmählich: Erstmals seit dem Beben demonstrierten ein paar hundert gegen des Krisenmanagement der Regierung.

“Wir protestieren gegen die Regierung, die die Menschen im Norden Japans umbringt. Wir fordern sie auf, die Atomkraftwerke abzuschalten und Lebensmittel ins Katastrophengebiet zu schicken, aber letztendlich wollen wir den Rücktritt der Regierung Kan.”

Schon vor dem Beben stand die Regierung in der Kritik, doch durch die Katastrophe rückten andere Probleme in den Vordergrund.