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Überleben in Japan: Schlangestehen für die Grundversorgung

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Überleben in Japan: Schlangestehen für die Grundversorgung

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Im reichen Industrieland Japan werden die Dinge des alltäglichen Bedarfs knapp: In der Katastrophenregion im Nordosten lange Schlangen vor den Tankstellen – sofern sie überhaupt noch geöffnet sind. Doch auch hier geht das Benzin allmählich aus. Um Öl für ihre Öfen zu bekommen, stehen die Menschen ebenfalls Schlange. Es wird ihnen kanisterweise zugeteilt. Bei winterlichen Temperaturen haben viele nichts mehr zum Heizen. Die Gasvorräte gehen ebenfalls zur Neige.

Anstehen heißt es auch vor den Wassertanks, an denen die Armee Trinkwasser verteilt. In vielen Gebieten gibt es kein fließend Wasser mehr. Zusammen mit amerikanischen Streitkräften teilen die japanischen Soldaten neben dem Wasser auch Decken und Lebensmittel an Obdachlose aus.

Hunderte bilden eine Schlange vor einem Supermarkt in Sendai, der Haftenstadt, die durch Beben und Tsunami in die Schlagzeilen kam: Endlich ist eine Lebensmittellieferung eingetroffen.

Für die Obdachlosen und Evakuierten wird der Platz in den Notunterkünften inzwischen knapp. Und auch dort kann teilweise nicht mehr richtig geheizt werden. Hilfsorganisationen beklagen mangelde Spendenbereitschaft im Ausland – Japan gilt eben als reiches Land.