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Welche Lehren kann man aus Fukushima ziehen?

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Welche Lehren kann man aus Fukushima ziehen?

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Wir sind mit dem Generaldirektor der Nuklearenergieagentur der OECD Luis Echávarri verbunden. Señor Echávarri, die IAEO spricht davon, dass in den Reaktoren 1, 2, und 3 die Gefahr einer Kernschmelze besteht. Was bedeutet das genau?

Luis Echávarri:
Dies bedeutet, dass die Temperaturen erreicht wurden, bei denen die Brennstäbe schmelzen. Dies bedeutet, dass der Brennstoff seine Integrität verliert und seine Produktion von Spaltprodukten höher ist und die Kühlung nicht vollständig ist.

euronews:
Aber beeinflusst das die Strahlung?

Luis Echávarri:
Ja, da je höher die Temperatur ist und der Kraftstoff über Spaltprodukte abgebaut wird, wird damit die Strahlung größer. Dann müssen wir dafür sorgen, dass dieser Prozess weitergeht, deshalb muss es gekühlt werden.

euronews:
Beatriz Beiras: Kann dies zu einer Explosion führen?

Luis Echávarri:
Nein, nein, überhaupt nicht, es kann einfach nicht passieren. Berücksichtigen Sie, dass im Gegensatz zum Beispiel zum Unfall von Tschernobyl, die Steuerstäbe wegen des Erdbeben schnell eingesetzt wurden. Die Wärme ist dadurch gefallen und in dieser Situation kann er keine Explosion durch eine unkontrollierte Reaktion produzieren.

euronews:
Wenn Sie den Reaktor nicht mit Wasser kühlen können, denken Sie, dass TEPCO andere Ressourcen hat, um diese Höllenmaschine zu stoppen?

Luis Echávarri:
Ich glaube, dass Wasser und andere Produkte wie Borsäure wichtig sind, um mögliche Schäden an den Brennstäben zu verringern, aber es ist schwer, eine Lösung für die Wasserversorgung zu finden. Die neueste Nachricht, die wir haben ist, dass sie versuchen, den Strom außerhalb der Anlage wiederherzustellen, und wenn sich dies bestätigt, würde dies viel dazu beitragen, zum normalen die Kühlkreisläufe der Anlage zurückzukehren. Aber im Grunde gibt es zwei Elemente, die erforderlich sind, sind Strom und Wasser.

euronews:
Gibt es Grund zur Besorgnis, zum Beispiel eine radioaktive Wolke in anderen asiatischen Ländern oder auch in Amerika oder Europa?

Luis Echávarri:
Nein. Ich denke, es braucht Zeit bis die Radioaktivität gefühlt werden wird. Die Radioaktivität wird in der ganzen Welt vor allem in der nördlichen Hemisphäre zu spüren sein, aber auf sehr niedrigem Niveau. Je mehr sie sich verbreitet, desto mehr wird sie verdünnt wird, je mehr sie verdünnt ist, desto mehr verbreitet sie sich. Wichtig sind die Bereiche nahe dem Zentrum und daß von da die Radioaktivität allmählich abnehmende. Ich denke also, dass man sich außerhalb von Japan keine Sorgen machen sollte, auch wenn es anderswo winzige Mengen an Radioaktivität festgestellt werden.

euronews:
Señor Echávarri, Sie sind ein Nuklear-Ingenieur. Welche Lehren sollten wir aus diesem Unfall ziehen.

Echávarri:
Nun, es ist schwer. Ich würde sagen, wir müssen zunächst untersuchen, ob alle Kernkraftwerke auch in Bezug auf ihr Design bereit sind, mit Erdbeben oder Tsunamis fertig zu werden, die größer als die sind, die wir erwarten.Wir müssen auch in der Tiefe analysieren, warum der Tsunami so viele Notfalleinrichtungen beschädigte, und wir müssen auch den Reaktorbehälter, die Notkühlsysteme überarbeiten. Und schließlich geht es um den Strahlenschutz in Bereichen, die verunreinigt sind. Alle dies sind Lehren, die wir aus diesem Fall ziehen. Alle Aufsichtsbehörden haben bereits ein Prozess der Analyse in Bezug auf ihre eigenen Anlagen begonnen.