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NATO berät über UN-Resolution zu Libyen

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NATO berät über UN-Resolution zu Libyen

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Die Regierung in London ist nach der Libyen-Resolution des Weltsicherheitsrats zu Beratungen zusammengekommen. Großbritannien will sich an einer Flugverbotszone beteiligen. In Brüssel wurde inzwischen der NATO-Rat zu einem Sondertreffen einberufen, bei dem es ebenfalls um die Auswirkungen der Resolution geht. Der britische Außenminister hob den Aufruf der Arabischen Liga zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen hervor. “Auch steckt viel harte Arbeit Frankreichs, Großbritanniens, des Libanons und der Vereinigten Staaten von Amerika dahinter”, fügte William Hague hinzu.

Der Weltsicherheitsrat hatte am Donnerstagabend Ortszeit in New York den militärischen Schutz der Zivilisten in Libyen beschlossen. Mit Ausnahme eines Einsatzes von Bodentruppen gibt die Resolution der internationalen Gemeinschaft breiten Spielraum, militärisch gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi vorzugehen. Russland, China sowie Indien, Brasilien und Deutschland enthielten sich bei der Abstimmung. Das NATO-Mitglied Türkei erkennt die Libyen-Entscheidung der Vereinten Nationen an. Zugleich aber lehnt die Regierung in Ankara ein militärisches Vorgehen in Libyen ab. Der deutsche Bundestag befasst sich noch an diesem Freitag mit der Entscheidung des UN-Sicherheitsrats.